Sozialisierung des Tschechoslowakischen Wolfhundes:

Die Sozialisierung sollte bereits in der 3.Lebenswoche beim Züchter beginnen, und das „GANZE“ restliche Hundeleben fortgesetzt werden. „HUNDEKONTAKT ist PFLICHT“. Wichtig ist das Verhalten der Mutterhündin gegenüber anderen Hunden, fremden Menschen, Kindern, Haustieren,... den gerade von ihr schaut der Welpe soviel ab in den ersten 6 Lebenswochen.

Bedenken Sie auch das diese Rasse noch viel Verhalten, Wesen, und Aussehen vom Wolf haben, und keine normalen Hunde sind.

Ist der Welpe erst in ihren Haushalt eingezogen liegt seine weitere Entwicklung in jeder Hinsicht in Ihrer Hand. Sie übernehmen nun die Stelle von Mutter, Vater, Onkel, Tante,  Geschwister,...

Lassen Sie den Welpen in der ersten Woche Haus und Garten erkunden, und führen Sie ihn erst dann mit viel Lob, Futterbelohnung, und positiver Verstärkung (Clicker), Geduld und Liebe in die nähere Umgebung.

Arbeiten Sie in der Erziehung NIE mit DRUCK, GESCHREI, STARKZWANGMITTEL oder dergleichen, Sie brechen das Vertrauen des Hundes und die bereits aufgebaute Bindung. Wichtig ist das der Welpe in den ersten 6 Monaten soviel wie möglich positive Erfahrungen macht. Er muss einfach alles kennen lernen: Stadtverkehr, Straßenlärm, Bahnlärm, Autofahren, fremde Personen, Kinder, Haustiere, Wald, Wiesen, Fluss,....

So wird er auch in der Fremdelphase (7-12 Monat) und später in der Pubertät (bis zum 3. Lebensjahr)

Eine stabile und partnerschaftliche Bindung zu Ihnen haben, da er gelernt hat das Sie vorausschauend und denkend „AGIEREN“ und nicht erst auf sein Verhalten „REAGIEREN“.

Damit haben Sie sich als ALPHA bewiesen und es wird kaum noch Rangordnungsprobleme geben. Bedenken Sie immer, das der Hund Sie ständig beobachtet und austestet.

Der „WOLF IM HUNDEPELZ“ sucht immer nach der Möglichkeit seine Stelle in der Rangordnung im Rudel zu verbessern und aufzusteigen.

ERZIEHUNG des Tschechoslowakischen Wolfhundes:

DER JUNGE HUND SOLLTE NIE ISOLIERT IN EINEM ZWINGER AUFWACHSEN:

In der Erziehung sollten Sie „AGIEREN“ anstatt auf das Verhalten des Hundes zu „REAGIEREN“. Ihre Leidenschaft für die Jagd muss man konsequent und von Anfang an durch Erziehung und Rudelbindung dämpfen und kontrollieren.

Die besten Erfahrungen und Erfolge schon beim Welpen mit 6 Wochen haben wir mit der CLICKERMETHODE“ – positive Verstärkung mit Futterbelohnung gemacht. So lernt der Welpe von Beginn an mit Freude und ohne jeglichen Druck oder Zwang. Seien Sie jedoch immer konsequent , einmal nein bleibt immer nein, einmal ja gilt für den WH immer ja.

Wolfhunde können gut „IGNORIEREN“ und sich durchsetzten.

Die Beißhemmung lernt der Welpe am schnellsten durch Schnauzgriff ( mit der Hand über den Fang greifen und die Lefzen gegen die Zähne drücken- laut NEIN sagen), so erziehen Wölfe und Hundemütter ihre  Welpen. Bestrafung aus der Entfernung , hier funktioniert ein altes  Kettenhalsband als Wurfkette wenn der Befehl nicht befolgt wird - werfen Sie die Wurfkette neben oder hinter den Hund , so ist er von seiner Tat abgelenkt, sofort rufen und überschwänglich loben fürs kommen. Sollten Sie treffen, manchmal muss man treffen um Wirkung zu erzielen, wird der Hund nur erschreckt- ebenfalls sofort rufen und loben.

Spätestens beim 3x treffen wird der Hund schon auf das Geräusch der Kette in der Hand seine Aktion abbrechen.

Was ich Ihnen noch ins Herz schreiben will: Ein Wolfhund darf nie zur Schutzarbeit herangezogen werden, es gelingt nur mit STARKZWANGMITTEL und roher Gewalt,

der Wolfhund wird dadurch verhaltensgestört- da es gegen seine Natur ist- und zum KILLER

ausgebildet. Das kann im Alter von 3 Jahren speziell bei Rüden nach hinten los gehen.

Der Wolfhund hat gelernt sich gegen Menschen zu wehren – und zu beißen- doch ein Wolfhund beißt dann nicht  in den Arm sondern nach WOLFSMANIER – Beschädigungs - oder Tötungskampf- in die Kehle. Bei Fehlverhalten des Opfers durch Panik endet so ein Zwischenfall oft tödlich für das Opfer- TÖTUNGSBISS.

Diskussion um Schutzhundesport

Der Fall der Tötung eines 11-jährigen Mädchens durch einen deutschen Schäferhund am 6. August 2001 in Lutzhorn hat in Fachkreisen die Diskussion über Sinn uns Unsinn des Schutzhundesports wieder aufleben lassen. Befürworter sind der Meinung, dass es sich hier um eine Art erweiterte Unterordnung handle, welche dazu führe, dass der Hund in kritischen Situationen nur umso besser unter Kontrolle sei. 

Gegner des Schutzhundesports, darunter auch kompetente Hundeführer der Polizei , sind der Meinung, dass die Schutzhundeausbildung nicht ungefährlich ist und in der überwiegenden Anzahl der Fälle nicht korrekt betrieben wird. Die Beißhemmung, die ein Hundgegenüber Menschen haben sollte, ist bei Schutzhunden kaum mehr vorhanden, was vor allem bei Missverständnissen oder abrupten Bewegungen zu fatalen Folgen führen kann. 

Inwieweit bei dem Fall in Lutzhorn eine (begonnene?) Schutzhundeausbildung eine Rolle gespielt habe, lässt sich aufgrund widersprüchlicher Aussagen bis jetzt noch nicht eindeutig klären.

Auf diesen Artikel  hat mein Herz und meine Seele schon seit Jahren gehofft. Da wir eine tschechoslowakische Wolfshündin haben, sind wir durch unsere erworbenen Rassekenntnisse und Erfahrungen     zu der Meinung gelangt das man gerade mit dieser Rasse keine "SCHUTZARBEIT" machen sollte.   Wozu braucht eine Privatperson einen Hund mit Schutzausbildung..... zum Hetzten auf Menschen?? (Entnommen einer Wuffzeitschrift)

WESEN und CHARAKTER des Tschechoslowakischen Wolfhundes:

Wie kommt der Wolfsursprung den man so deutlich am äußeren Erscheinungsbild des Hundes sehen kann, in seinem Verhalten zum Ausdruck. Er sieht seinen Besitzer nicht an, in jedem Augenblick weiß er genau, wo sein Herr ist und was er gerade macht. Seine Aufmerksamkeit stellt er lieber in die Umgebung, denn er will den Überblick haben.

Wolfhunde sind temperamentvoll, aufmerksam, lernfreudig und sehr sensibel, jedoch bei ausreichender Sozialisierung und Prägung nie aggressiv (außer sie werden zur Schutzarbeit gezwungen), normaler Weise freundlich und vorsichtig mit Kindern, verträglich mit anderen Haustieren.

Fremden gegenüber sehr mißtraurisch und vorsichtig, zum eigenen Familienrudel eine sehr starke- jedoch partnerschaftliche- Bindung, selten unterwürfig und ergeben. Entwickeln einen starken Jagdtrieb mit etwa 3 Monaten, welcher sich jedoch durch eine starke Rudelbindung und Vertrauen gut kontrollieren lässt. Sie entwickeln mit der Zeit ein gutes Problemlösungsverhalten.

Der Tschechoslowakische Wolfhund ist sehr spiellustig und temperamentvoll, er lernt leicht. Er ist bestimmt kein Spezialist in irgendeinem Zweig der Kynologie, vielmehr  können wir seine Vielseitigkeit bewundern. Erwarten wir aber nicht, das er spontan exerzieren wird, das Verhalten vom TWH ist streng zweckmäßig, auch in der Ausbildung ist MOTIVATION vorrangig. Die häufigste Ursache für Misserfolge ist, das der Hund durch das lange Üben von Details und überflüssigen Wiederholen derselben Übung nacheinander überdrüssig wird und den Gehorsam durch Ignoranz verweigert.

Er kann leicht 100 km (mit ca. 12km/h) laufen, er orientiert sich ausgezeichnet, reagiert blitzschnell. Keine Spur ist so schwierig, das er sie nicht verfolgen könnte. Ihn hindert  weder Regen noch Frost, Tag oder Nacht. Es gibt nichts, was er nicht schaffen könnte,....

WENN ER ES WILL!!

 

Buchtipp:
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