Geschichte
der Rasse:
Im
Jahr 1955 fand das biologische Experiment, die Verpaarung eines Deutschen
Schäferhundes mit einem Karpatenwolf, in der CSSR statt. Dieses sollte
die Vorzüge des Wolfes (Ausdauer, Widerstandsfähigkeit, hohe
Wachsamkeit und natürlich entwickelte Sinne) und die des Hundes vereinen.
Im Jahr 1965, nach dem Ende dieses Experimentes, wurde ein Plan für das Züchten
dieser neuen Rasse ausgearbeitet. Im Jahr 1982 wurde der
Tschechoslowakische Wolfshund
durch den Rassehunde Verband in der CSSR als nationale Rasse
anerkannt und seit März 1999 ist diese Hybridrasse von der FCI
international anerkannt.
Kurz
zusammengefasst ergaben diese Kreuzungen folgendes:
Im
Bezug auf die Fruchtbarkeit zeigte sich keine signifikante Steigerung der
Welpenzahl. Hingegen wurden zwei drittel der Hündinnen nur einmal im Jahr
heiß, der wölfische Sexualzyklus setzte sich durch. Das wölfische
Verhalten (Scheuheit, Fluchttendenz, Aggressivität beim überschreiten
der kritischen Distanz) war bei den Hybriden sehr ausgeprägt. Phänotyptisch
setzte sich der Wolf durch. Die Regenerationsfähigkeit nach Belastung der
Hybriden war kürzer und sie waren bedeutend leistungsfähiger als
Schäferhunde. Auch der Orientierungssinn, die Nasenleistung und die Resistenz
gegen Nässe, Kälte und Hitze war erstaunlich. Auffallend war auch, dass
sie bei der Fährtenarbeit wohl die erste Fährte gut ausarbeiteten, sich
danach aber konsequent weigerten es noch einmal zu tun. Diese
Hunde bellen weit weniger als andere Rassen, dagegen hört man von ihnen
immer noch das typische Chorheulen der Wölfe. Er erfüllt die
Anforderungen, die an einen Haushund gestellt werden, allerdings nicht.
Angestrebt wird ein lernfähiger, mittelgroßer, ausdauernder und sehr
beweglicher Hund mit ausgesprochenen Wolfsausdruck.
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Wesen und Erziehung:
Härte
und Schärfe konnte das Wolfsblut nicht in die Hundezucht bringen. Die von
einem Gebrauchshund geforderte Wesensfestigkeit, das heißt der fast
völlige Abbau der Schreckreaktionen bei unbekannten Umwelteinwirkungen
und der fast vollständige Abbau des Fluchtverhaltens, gibt es beim Wolf
nicht, denn für ihn sind das lebenswichtige Schutzmechanismen. Ein Hund,
der dieses wölfische Verhalten noch im hohen Maße besitzt, ist als Gebrauchshund
unbrauchbar.
Der
Wolfshund ist ein übersoziales Rudeltier und geht eine sehr enge Bindung
zu seinem
Rudel (Familie) ein. Um ein problemloses Zusammenleben zu
gewährleisten,
ist es notwendig selbst immer der Alphawolf zu bleiben und ein intaktes
Sozialgefüge innerhalb der Familie aufrecht zu erhalten. Er gliedert sich
mit einer WOLFSGERECHTEN Erziehung leicht in den Familienverband ein und
ist dem Herrn (seinen Alphawolf) dankbar für die gute Rudelführung.
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